Im Gespräch mit Aspida Pflegecampus

Mein Plauen – im Gespräch mit Plauener Pflegeeinrichtungen

Aspida Pflegecampus Plauen - Ein Haus für alle

Vor einigen Tagen wurde ich in den Pflegecampus ASPIDA eingeladen. Vor Ort stellten sich Nicole Müller (Pflegedienstleitung) , Sebastian Thieswald (Geschäftsführender Gesellschafter) und Christophe Holzapfel (Campusleiter) vor. Wir kamen schnell ins Gespräch und ich erhielt Informationen über die Geschichte des Hauses und die Visionen am Standort Plauen.

Ich war wirklich beeindruckt von Herrn Thieswalds Vorschlägen und Ideen für das Haus und für Plauen nach der Coronazeit:

Ein Straßenfest in Zusammenarbeit mit den anliegenden Häusern und Geschäften möchte er organisieren. Newcomer-Bands und Künstler sollen die Möglichkeit bekommen, im Haus zu proben, arbeiten und aufzutreten. Vereine könnten die Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen nutzen und auch Catering im Haus wäre möglich. Dazu soll auch eine Dauerausstellung über Plauen für jeden Besucher zugänglich sein.

Ein Haus lebt von den Bewohnern (Gästen) und Besuchern und so soll hier ein Ort für beides entstehen. Eine Besonderheit des Hauses ist die Gastfreundlichkeit. Aus diesem Grund sind die Menschen, die hier gepflegt werden, auch Gäste es Hauses.

Dann erfuhr ich mehr über das Konzept, und war zunächst verwundert: "Haben Sie gerade junge Pflege gesagt?" Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich, ich wäre in einem Seniorenheim für alte Menschen. Doch hier gibt es zwei Lebensbereiche für die bedarfsgerechte Pflege junger Menschen. Das ist ein wichtiger Ansatz, denn ich habe es selbst in meinen Bekanntenkreis erlebt, dass ein junger pflegebedürftiger Mann in einem Pflegeheim mit Senioren zusammenlebte. Er fühlte sich hier immer wieder nicht gut aufgehoben, da ihm der Kontakt zu Gleichaltrigen sowie wirkliche Teilhabe einfach fehlten.

Hier in diesem Haus kommen junge Menschen zusammen und werden auch aktiv in die Tagesabläufe mit eingebunden. Teilhabe und wirkliche Barrierefreiheit werden großgeschrieben und so kann es durchaus passieren, dass ein Gast die Post sortiert oder andere Dinge im Haus erledigt. Auch ist das Haus für die Bedürfnisse junger Menschen ausgestattet: Hier finden sich ein Chillzimmer mit PCs, Spielekonsolen, WLAN und XXL TV, dazu noch ein Fitnessraum und vieles mehr.

Die zwei unteren Lebensbereiche sind der Pflege und Betreuung der Senioren vorbehalten. Hier besteht sogar die Möglichkeit für ein Pärchen, eine gemütliche Zwei-Zimmer-Wohnung zu nutzen. Die Gemeinschaftsbereiche im gesamten Haus können von allen Gästen aufgesucht werden und so kommen Junge und Alte zusammen. Der Lieblingsraum dabei ist oft die gemütliche Gemeinschaftsküche. Hier werden Gespräche geführt, Kaffee getrunken und gemeinsam auch Fernsehen geschaut. Ein Highlight ist die große Dachterrasse mit Blick über die Dächer von Plauen.

Doch was sind die Wünsche für die Zukunft?

Natürlich zuerst einmal, dass dieses Haus gut angenommen wird und sich zu einem Treffpunkt für die verschiedensten Menschen entwickelt. Dazu kommt der große Wunsch nach einem Netzwerk in Plauen. Das Bedürfnis danach wurde schon in vielen Gesprächen geäußert und ich möchte mich auch intensiv dafür einsetzen, dass so ein Netzwerk entsteht. Ziel muss es sein, schnell und unbürokratisch Probleme gemeinsam zu lösen und zusammen an neuen Ideen zu arbeiten. Auch ist es enorm wichtig, dass Versprechen (Unterstützung) eingehalten werden.

Für mich war dieses Gespräch sehr informativ und hinterließ viele neue Eindrücke. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen 3 Personen bedanken, für die Zeit und die Vorstellung des Hauses. Ich bin sehr angetan von der Kombination von junger Pflege und Altenpflege und wünsche dem Haus eine großartige Zukunft in unserer Stadt. Herzlichen Dank.

Und was nehme ich für mich aus dem Gespräch mit?

Ich möchte eine Plattform schaffen, wo Vereine, Unternehmer, soziale Einrichtungen, Pflegebereiche, Kulturschaffende, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, die Stadt Plauen und weitere Interessierte vernetzt sind. Ziel ist es , dass schnell und unbürokratisch Hilfe gefunden wird, Ideen ausgetauscht werden können, Gespräche und Netzwerkwerkarbeit stattfindet.