Im Gespräch mit Ronny Bartsch

Mein Plauen – im Gespräch mit Plauener Unternehmen

Ronny Bartsch – eine Powerfrau mit großem Herz

Im Jahr 1967 wurde das 1. Tanzstudio Plauen gegründet. Heute wird es von der tollen Ronny Bartsch geleitet. Vor einigen Tag durfte ich sie in ihrem Tanzstudio besuchen und ihr eine Spende über 110 € überreichen. Damit wollten wir als Lars & Lars eine kleine Unterstützung für den bevorstehenden Trip in die USA geben. Das Geld haben wir bei unseren Stadtführungen gespendet bekommen. Herzlichen Dank an alle Gäste unserer Führungen.

Ich nutzte die Gelegenheit und führte mit Ronny ein schönes Gespräch. Im Jahr 1994 trat Ronny dem Tanzstudio bei und war als Trainerin in der Festhalle für die Tänzerinnen und Tänzer aktiv. Später erfolgte der Umzug in die Turnhalle der alten Reusaer Schule. Im Jahr 2005 wurde sie Vorsitzende des Vereins und wandelte diesen in einen modernen und angesagten Tanzverein um.

Als Tänzerin im Theater Plauen und mit ihren Erfahrungen aus der Zeit in Berlin war es ihr möglich, einen neuen, modernen Blick auf den Verein zu werfen. Aufgrund ihrer Kontakte zum Theater entstand das „Extra Ballett“, das auch im Theater mit arbeiten durfte. Unter ihrer Führung wird jedes Jahr für die Mitglieder, ein Trainingslager mit über 40 Kindern organsiert. Zu diesem Tanzwettbewerben treffen sich immer über 20 Vereine, mit Gruppen verschiedener Kategorien. Da man aber von Kunst allein nicht leben kann, machte sich Ronny auch im Jahr 2005 mit einer eigenen Reinigungsfirma selbstständig.

Heute ist der Verein eine wichtige Adresse für Jung und Alt. Die Nachfrage ist sehr gut und so verfügt der Verein über 90 Mitglieder, darunter 20 Jugendliche – und ab 4 Jahren kann man in den Verein aufgenommen werden. Im Jahr 2020 durfte das Tanzstudio seine neuen Räume in der Dürerstraße beziehen. Ich war sehr beindruckt, wie schön sie geworden sind und welche guten Bedingungen hier herrschen.

Doch auch im Tanzstudio hat Corona seine Spuren hinterlassen. Seit Dezember 2020 ist kein Training mehr möglich und trotzdem laufen die Fixkosten weiter. Zuvor war nur ein eingeschränkter Trainingsbetrieb möglich. Das alles sind keine guten Bedingungen für die im September geplante Reise zum Festival in die USA. Schon dreimal war das Tanzstudio in den letzten 31 Jahren dort. Nun warten 42 Kinder und Jugendlichen auf diesen einmaligen Trip und ich hoffe sehr, dass sie diese wunderschöne Woche dieses Jahr erleben können.

Im Anschluss an unseren Informationsaustausch sprachen wir noch über die Wünsche von Ronny. Ein wichtiger Wunsch ist die Öffnung ihres Tanzstudios. Die Kinder und Jugendlichen brauchen den Sport, die Gemeinschaft und die sozialen Kontakte. Natürlich haben sie in der letzten Zeit auch Onlineplattformen genutzt und virtuell miteinander getanzt und sind hier sehr kreativ geworden, aber das ist kein Dauerzustand.

Ein weiterer Wunsch geht an die Gesellschaft. Hier wünscht sich Ronny, dass die Menschen aufhören, so aggressiv und beleidigend zu sein und das dieses Schubladendenken in Plus und Minus endlich aufhört. Es muss wieder ein menschliches Miteinander entstehen - mit Empathie.

Liebe Ronny, vielen Dank für dieses herzliche Gespräch mit dir.